^

Soundcheck - Melle - Blog

25 Oktober 2007

Mit einer großen Ecke Spaß dabei - SET OFF FOR TRAVEL am 2. November im Meller Jugendzentrum

Bevor die Konzertreihe „Volle Kelle Melle“ im „Alten Stahlwerk“ langsam aber sicher auf die Zielgerade für dieses Jahr einbiegt, steht für Freitag, den 2. November noch ein Konzert mit RADIANT aus Osnabrück und SET OFF FOR TRAVEL aus Melle an. Der Eintritt ist wie immer frei.

Den Auftakt werden RADIANT mit ihrer atmosphärischen Alternative-Rockmusik setzen. Das Quintett um den Meller Gitarristen Wolfgang Sander spielt mit verschiedenen Einflüssen, wie Metal, Jazz oder progressivem Rock und präsentiert dabei eine wuchtige Mixtur, die vielschichtige Gitarrenarrangements und druckvolle Basslinien miteinander kombiniert.

„Kauf dir mal ´ne Gitarre...“
Seit zwei Jahren sind SET OFF FOR TRAVEL aktiv. Das Quartett um Gitarrist und Sänger Julian Grohs begann mit Coversongs und spielt nun Eigenkompositionen, die trotz Einflüssen von Blues, Metal und Punk, durchaus im Alternative und Garagenrock anzusiedeln sind. Die im Schnitt 17-jährigen Musiker proben in den Räumen der Kreismusikschule. „Kauf dir mal ´ne Gitarre und mach mit mir Musik“, meinte Grohs eines Tages zu Arne Weber. Der erste Mitmusiker war rekrutiert und aufgrund der Hinzunahme von Gitarrist Jan-Henrik Altenbernd wechselte Weber später kurzerhand an den Bass. Schlagzeuger Fritz Köhler wurde in der Schule aufgrund seiner steten Trommelei auf der Schulbank gefunden und schon waren SET OFF FOR TRAVEL zusammen. Die Namenssuche war eine langwierige Angelegenheit; eine tiefere Bedeutung hat er für die vier jungen Musiker nicht. „Er bedeutet so viel, wie ´auf Reisen gehen´ und klang halt gut“, erläutert Grohs.

Spaßfaktor ist wichtig
„Als Band sollte man über sich selbst lachen können“, umschreibt Arne Weber die Motivation der Gruppe. Ohne den Faktor Spaß geht es bei dem Vierer nicht, denn dann „hatten wir nichts davon.“ Nach fünf öffentlichen Gigs, bei denen die Band bislang als Höhepunkt auf das Konzert in der Alten Stadthalle zurückblickt, verspricht sich das Quartett nun einen unterhaltsamen Auftritt im „Alten Stahlwerk“. Musikalisch reiten SET OFF FOR TRAVEL „einmal durch die Bandbreite“, das „Schubladendenken“ hält Altenbernd für überholt. Referenzbands kann keiner der vier Musiker benennen, Inspiration beziehe man prinzipiell von jedem einzelnen Bandmitglieder. Für die weitere Entwicklung ist das förderlich, derzeit wird man experimenteller und tauscht mitunter bei neueren Songs sogar die Instrumente.

Die Szene lebt
Die Meller Musikszene verfolgen Köhler & Co mit wachen Augen: „Die Szene lebt auf, da kommt wieder einiges.“ Und so riefen SET OFF FOR TRAVEL zusammen mit SEDERIAL und unter Mithilfe der Kulturwerkstatt Buer das am 16. und 17. November stattfindende „New Kind Of Rock“ - Festival ins Leben. Bei diesem zweitägigen Konzert-Highlight treten neun lokale Gruppen auf, die die eigene Stadt als Thema ansprechen, getreu dem Motto: „Wir sind unsere Stadt.“ Neben den Auftritten der Bands, soll auch jede Gruppe kurz etwas zu einem bestimmten Thema erzählen. Ein ehrgeiziges Projekt, bei dem man informieren und Denkanstöße geben möchte. Für die Zukunft haben SET OFF FOR TRAVEL Ziele, die neben weiteren Auftritten auch Studioaufnahme ihrer Songs beinhaltet. Um sich einen Eindruck von der Band zu machen, sollte man den Auftritt im „Alten Stahlwerk“ nicht verpassen.

Labels:

Populäre Künstler in der Alten Stadthalle - Von Southside Johnny und Jimmy Kelly bis hin zu Wolf Maahn

Der volle Saal tobte und die Musiker schwitzten auf der Bühne. Southside Johnny und seine ASBURY JUKES spielten kürzlich das einzige Deutschland-Konzert im Rahmen ihrer Europatour in der Alten Stadthalle. Fans von nah und fern rockten mit ihrem Idol und nutzen die seltene Gelegenheit den Kultsänger live zu erleben.

Einige Tage später war mit einem Mitglied der populären KELLY FAMILY der nächste illustre Besucher zu Gast. Jimmy Kelly und seine Band brauchten zum Ende nicht mal mehr ihre Instrumente zu bemühen: Die Fans sangen textsicher und ohne jegliche Begleitung mit. Jimmy Kelly testet derzeit seine Songs auf Bühnentauglichkeit für eine Tournee 2008. Melle war das dritte so genannte „Warm-up-Konzert“. Und der Sänger schwärmte vom „coolen Ambiente“ in der „kleinen, aber feinen“ Veranstaltungshalle: „Die Fans haben uns sofort unterstützt, waren ganz lieb und korrekt, obwohl wir am Anfang ein bisschen schlapp gespielt haben“, so Kelly. Im Frühjahr will der Ire „noch mehr neue Songs“ parat haben, um im Sommer eine neue CD präsentieren zu können. Genau wie sein ein Jahr jüngerer Bruder Joey, der als Marathonläufer Ausdauer beweist, ist auch Jimmy Kelly hart gegen sich selbst: „Wir haben auf der Hinfahrt seit 11 Uhr im Stau gestanden, waren erst eine halbe Stunde vor Beginn des Auftritts in Melle.“ Der sollte um 20.30 Uhr starten. Trotzdem reiste Kelly noch nachts nach Hause Richtung Rheinland: „Die drei Stunden Rückfahrt.“ Solch einen Satz hört man selten - abends um 23 Uhr.

Keep on running
Am 25. Oktober kommt die SPENCER DAVIS GROUP nach Melle. Mit ihrem Hit „Keep on running“ schaffte die Band 1965 den ganz großen Durchbruch. Nachdem sich Steve Winwood 1967 von seinen Mitstreitern trennte, um die Band TRAFFIC zu gründen, löste sich die Band später auf. Seit einigen Jahren ist die SPENCER DAVIS GROUP allerdings wieder aktiv und geht regelmäßig auf Tour. Frontmann und Namensgeber Spencer Davis formierte die Band mit neuen Musikern und besucht den Grönegau am Donnerstag, den 25. Oktober um 20.30 Uhr.
Einen Tag später kommen CARA in die Alte Stadthalle. Der Name ist irisch und bedeutet „Freund“. Seit vier Jahren aktiv, spielen CARA traditionelle irische Musik, einfühlsame Folksongs und virtuose Eigenkompositionen. Mit weltweiten Touren und ihrem Sound konnten die Musiker bislang viel Aufmerksamkeit auf sich lenken, so dass sich ihre Gruppe mittlerweile fest in der internationalen Musikszene etabliert hat.

Maurenbrecher kommt doch noch
Nachdem der Termin mit Manfred Maurenbrecher bereits zwei Male verschoben wurde, soll der Künstler am Sonntag, den 28. Oktober endgültig Station im Grönegau machen. Präsentieren wird er sein aktuelles Solo-Programm „Glück“. Die Zeitschrift Musikexpress urteilte kürzlich über Manfred Maurenbrecher: „Der Berliner ist der vermutlich unterschätzteste Liedermacher - was sag' ich: Poet! - deutscher Zunge. Und das seit über 20 Jahren. (...) Der ‚melancholische Optimist’ (Selbsteinschätzung) leuchtet mit jedem neuen Song ganz tief in seine Seele hinein - um das Beste daraus hervorzuholen. Großartig und herzerwärmend.“
Am Freitag, den 2. November kommt Wolf Maahn im Rahmen seiner „Direkt ins Blut 2“ Tour nach Melle. Das neue Programm ist die Fortsetzung eines großen Erfolgs. Für die Zeit völlig untypisch kam Wolf Maahn 1994 mit „Direkt ins Blut“ unplugged daher. Im September diesen Jahres erschien nun die Fortsetzung. In seinem 25. Jubiläumsjahr als Solo-Künstler ging Maahn im Mai 2007 zurück in die legendären Dierks-Studios um "Teil 2" einzuspielen. Neue Elemente gab es reichlich: Eine veränderte Band, andere Instrumente und vor allem die Songs. Und genau diese präsentiert Wolf Maahn am 2. November ab 20.30 Uhr zusammen mit seiner Band in der Alten Stadthalle.

Labels:

Kulturwerkstatt auf dem „Highway To Hell“ - Weibliche AC-DC Coverband am 3. November in Buer

Eine absolute Kultband, die von vielen aktuellen Rock- und auch Popstars nicht nur verehrt, sondern auch als Referenz angegeben wird, spielte vor wenigen Tagen in der Kulturwerkstatt Buer. Die 1962 gegründeten YARDBIRDS kamen im Rahmen ihrer Deutschland-Tour in den Grönegau.

Gitarristen hatten die YARDBIRDS schon viele. Neben Jimmy Page und Jeff Beck spielte auch Eric Clapton schon bei den Bluesrockern. Von der Originalbesetzung sind mittlerweile nur noch Drummer Jim McCarty und Gitarrist Chris Dreja übrig geblieben. Zusammen mit dem neuen Frontmann Ben King und weiteren neuen Musikern begeisterten die YARDBIRDS die Zuhörer in der Kulturwerkstatt nicht nur mit dem Material ihres 2003er Comeback-Albums „Birdland“. Im Vorprogramm sorgte der Schweizer Paul Camilleri mit seiner gleichnamigen Band für entsprechende Stimmung und Showeinlagen. Wenige Tage später kam dann HATTLER nach Buer. Der KRAAN-Bassist und Namensgeber Hellmut Hattler rief diese von elektronischen Elementen beeinflusste, moderne Jazzband ins Leben, die sich auch durchaus leichtfüßig im Pop, Funk oder Soul bewegt. Als regelmäßiger Livemusiker in Buer bezeichnen ihn die Kulturwerkstattler gerne auch liebevoll als ihren „Stammgast“. HATTLERS stilübergreifende musikalische Ausflüge wurden durch fast psychedelisch wirkende Leinwandbilder im Hintergrund unterstützt. Das Konzert war somit ein Erlebnis für Augen und Ohren.

Stromgitarren
Für Samstag, den 3. November kündigt die Kulturwerkstatt eine weibliche AC-DC Coverband an. Die fünf Musikerinnen spielen die Klassiker der australischen Hardrock-Supergroup nach und sind dabei Feuer und Flamme für ihre Vorbilder. Auftritte auf der Osnabrücker Maiwoche und oder dem Hannoveraner Maschseefest absolvierte das Quintett bereits souverän und begeisterte dort ein großes Publikum. In Buer präsentieren die Ladies die Kult-Songs aus der Ära des verstorbenen Sängers Bon Scott ("Highway to Hell", "TNT" und natürlich "Whole Lotta Rosie"), aber auch Lieder, die der aktuelle Frontmann Brian Johnsons performt; wie zum Beispiel "Back in Black", "Hells Bells" und "You Shook Me All Night Long".

Labels:

Weitere SZENE-NEWS

Programm steht
Das Programm für das Kneipenfestival „Melle bei Nacht powered by Barre Pilsener“ steht nun fest und ist auf der Internetseite www.mellebeinacht.de ab sofort einsehbar.

Festival abgesagt
Kurzfristige bauliche Maßnahmen sind Ursache für die Absage des „Freedom Run 2007“. Ursprünglich für dieses Wochenende geplant, ist der Termin für das zweitägige Festival im „Alten Stahlwerk“ nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

Rock in der Region
Nachdem die Auswahl für den Meller Rock in der Region – Vorausscheid abgeschlossen wurde, stehen die vier Gruppen jetzt fest: NEW MONUMENT, PANNKOOKEN, LAMINUS X und OPEN FIRE werden beim Bandwettbewerb um den Einzug ins Finale spielen. Termin ist der 23. November, Veranstaltungsort das „Alte Stahlwerk“.

Labels: