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Soundcheck - Melle - Blog

16 Oktober 2007

Hochkarätige Gäste - Southside Johnny und Jimmy Kelly kommen in die Alte Stadthalle

Einige interessante Konzerte präsentierte die Alte Stadthalle in den vergangenen Tagen. Neben den britischen Folkmusikern SHOW OF HANDS, die den Grönegau zum dritten Mal besuchten und mit einem beeindruckenden Konzert überzeugten, rockten NEKTAR das alte Gebäude mit einer Mischung aus psychedelischen und progressiven Rock. Maggie Reilly gab sich etwas ruhiger und spielte mit eigener Band im Rücken natürlich auch ihren großen Hit „Moonlight Shadow“.

Mit den beiden nächsten Künstlern hat Alte Stadthallen – Chef Volker König etablierte Künstler verpflichten können. So präsentiert er das einzige Deutschland-Konzert von Southside Johnny und seinen ASBURY JUKES im Rahmen der aktuellen Europa-Tournee. Am Sonntag, den 7. Oktober, wird der amerikanische Bluesrocker im Grönegau auftreten. Dessen Erfolgsbilanz kann sich mit Sicherheit sehen lassen: Siebzehn Alben, Tausende von Shows auf dem ganzen Globus, Legionen enthusiastischer Fans, Dutzende von Klassikern wie "I Don't Want To Go Home", "The Fever" oder "I've Been Working Too Hard", dazu ein Album ("Hearts Of Stone") welches laut der großen Musikzeitschrift "Rolling Stone" zu den besten 100 Alben der 70er und 80er Jahre zählt. Kopenhagen, Melle, Amsterdam sind die einzigen Orte auf dem europäischen Festland, die Southside Johnny mit seiner Band ansteuert.

Musik als Lebenselexier
Am Samstag, den 13. Oktober, ist dann Jimmy Kelly zu Gast im Grönegau. „Der Glaube und die Musik sind mein Lebenselexier“. Mit 30 Jahren Bühnen- und 35 Jahren Lebenserfahrung, weiß er, wovon er spricht. Als Mitglied der populären KELLY FAMILY hat er unzählige Länder der Erde bereist und viele Menschen getroffen. Er hat ihren Geschichten zugehört und selber welche erlebt. Er wurde inspiriert und hat viele Lieder geschrieben, die wiederum viele andere Menschen inspirierten. Nun möchte Jimmy Kelly zum ersten Mal solo, ganz er selbst, seine Lieder präsentieren und mit Menschen in einen musikalischen Dialog treten. Eigene Songs, alte Hits, irische Traditionals, spanische Volkslieder und Gospels schicken das Publikum in seinem mitreißenden Programm auf eine musikalische Reise – manchmal nachdenklich, dann wieder voller Optimismus und Lebensfreude. Auf glitzernde Showeffekte und allzu laute Instrumente wird dabei verzichtet. Jimmy Kelly tritt mit seinem außergewöhnlichen Talent als Bühnenkünstler in einen engen Kontakt mit seinen Zuhörern und verspricht einen unvergesslichen Abend voller Intensität und mitreißender Musik. Die Band von Jimmy Kelly um den "Kölner Griechen" Nick Nikitakis der schon für viele bekannte Interpreten und Bands live oder im Studio gearbeitet hat, (u.a. für Lydie Auvray, Peter Kraus oder Reinhard Mey) lässt zudem auch noch einiges erwarten.

A-Cappella Festival
Für den 19. und 20. Oktober hat die Alte Stadthalle schließlich ein zweitägiges A-Capella Festival geplant, das neben der sechsköpfigen lokalen Formation FEMALE AFFAIRS (19.10.), das Quartett FERRARI KÜSSCHEN (20.10.), sowie jeweils an beiden Tagen einen „Special Guest“ ankündigt.

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Mehr als nur Krautrock - Bassist Hellmut Hattler am 13. Oktober in Buer

Nach dem Konzert mit den YARDBIRDS steht am Samstag, den 13. Oktober das nächste Konzert in der Kulturwerkstatt Buer an. Dort sind erneut HATTLER zu Gast, Beginn ist gegen 20.30 Uhr.

Hinter dem Bandnamen HATTLER verbirgt sich die aktuelle Kreation des legendären deutschen Bassisten Hellmut Hattler. Die Debüt-CD "No Eats Yes" erhält aus dem Stand den Echo für die beste Jazzproduktion des Jahres 2001. Seitdem bereiste Hellmut Hattler mit immer wieder wechselnder Besetzung das Land mit einer mehrköpfigen Band. "Ich suche mir gerne Leute mit denen ich den kreativen Eisprung, das sich gegenseitig befruchten, so richtig feiern kann", umschreibt er seine musikalischen Live-Vorlieben blumig.

Schon vorher erfolgreich
Internationalen Erfolg fuhr Hellmut Hattler schon mit seinem erfolgreichem Zwei-Mann-Projekt TAB TWO. Zusammen mit Trompeter Joo Kraus ist er während der 90er für die Inszenierung und Etablierung des Hip Jazz im europäischen Kulturraum verantwortlich. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges kommt es 1999 jedoch zu internen Unversöhnlichkeiten und man trennt sich. Aber nicht nur an der Acid-Jazz-Front hat Hellmut Hattler sich bisher als erfolgreicher Kreativling hervorgetan. Sein musikalisches Erbe führt schnurstracks in die 70er zur Kult-Band KRAAN. Wie es dazu kommt beschreibt er so: "Mein Elternhaus war eher klassisch geprägt, deshalb bekam ich Geigenunterricht ab neuen Jahren. Mit zwölf kaufte ich mir heimlich eine Gitarre, was nicht gerne gesehen, aber geduldet wurde. Mit vierzehn war ich Vollwaise, beendete sofort den Gitarrenunterricht und begann umgehend Bands zu gründen. Als Peter Wolbrandt und Jan Fride, anfingen mit mir zu proben, stieg ich auf Bassgitarre um, einfach weil ich der schlechtere Gitarrist war. Sechs Wochen vor dem Abitur brach ich mein bisheriges Leben ab, um mit den Freunden eine Musikkommune zu gründen, erst in Berlin, später im Teutoburger Wald auf Graf Metternichs 'Gut Wintrup'". Aus dieser Musikkommune wird eine der erfolgreichsten deutschen 70er-Jahre Bands, die insgesamt dreizehn Alben veröffentlicht. Ethno, Jazz, Rock und Funk mit gewaltigen Solo-Ausbrüchen kennzeichnen ihren Sound, der sich zeitgemäß psychedelisch präsentiert. Anfang der 80er schwindet ihre Popularität und die Bandaktivitäten 1982 vorerst eingestellt, bis es sechs Jahre später eine KRAAN-Reunion gibt. Nach über dreißig Jahren Pause, fand sich mittlerweile die Originalbesetzung wieder zusammen und veröffentlichte im Frühjahr 2007 ein neues Album.

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