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Soundcheck - Melle - Blog

05 Oktober 2008

Rock, Jazz & Blues im Grönegau

Mittwoch, 01.10.
Paul Camilleri
Eine aufregende Mischung aus Blues und Rootsy Rock'n'Roll, Kulturwerkstatt, Buer (20.30 Uhr)

Donnerstag, 02.10.
4Lyn, Silver The Cumshots
„Hello Tour 2008 Part II“, Rockkonzert mit drei Bands, JZ Altes Stahlwerk, Melle (20.30 Uhr)

Samstag, 04.10.
Awake – in Acoustica
Pop, Rock und Klassik auf drei Gitarren und Percussion in Perfektion, B3 Bahnhof, Borgholzhausen (20.30 Uhr)

Freitag, 10.10.
Purple Daze, Follow Me Down
Zwei Alternative-Rockbands für freien Eintritt, JZ Altes Stahlwerk, Melle (20.30 Uhr)

Samstag, 11.10.
Southside Johnny & The Asbury Jukes
Der Kultsänger ist zum wiederholten Male im Grönegau, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

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„Das gute Riff ist wichtig!“ - PURPLE DAZE spielen am 10. Oktober in Melle

Sie gründeten sich vor einem Jahr unter dem bezeichnenden Namen FOUNDED TO BE SPLIT und wollten sich eigentlich gleich direkt nach dem ersten Auftritt beim „New Kind Of Rock“ Festival in Buer auflösen. Doch die Musiker brachten es nicht über das Herz das Projekt einzustampfen, sind seit Anfang des Jahres in der aktuellen Besetzung zusammen und benannten sich kürzlich in PURPLE DAZE um. Am Freitag, den 10. Oktober, spielen sie für freien Eintritt zusammen mit FOLLOW ME DOWN aus Bielefeld im Meller Jugendzentrum „Altes Stahlwerk“.

Mindestens einmal in der Woche treffen sich die fünf jungen Musiker aus dem Grönegau in ihrem Proberaum hinter dem Gasthof Schrage in Wellingholzhausen. Dort schreiben sie ihre Songs. „Wir liegen irgendwo zwischen modernem Rock und Metal“, schätzt Sänger Sebastian Baumann die Stilrichtung von PURPLE DAZE ein. „Mit unseren musikalischen Vorlieben liegen wir alle nicht weit auseinander“, das sei ein großer Vorteil, ergänzt der Frontmann. Auch wenn man harte Sounds bevorzuge, „wir sind Freunde der gepflegten Melodie“, ist für ihn klar, dass es nicht zu wild wird.

Jimi Hendrix -Song
Die aus Wetter, Melle und Wellingholzhausen stammenden Musiker sind im Durchschnitt 18 Jahre alt und machen allerdings zum Teil schon seit bis zu zehn Jahre Musik. Schlagzeuger Philipp van Verth und Gitarrist Tobias Schengber spielten bereits bei NO DISTRESS zusammen. „Uns war es zu schade, FOUNDED TO BE SPLIT nach dem Auftritt in Buer aufzulösen. Also haben wir weitergemacht“, erklärt Schengber. „Es macht viel Spaß in der Formation und wir können endlich eigene Songs schreiben.“ Der Name PURPLE DAZE ist übrigens an den bekannten Jimi Hendrix – Song „Purple Haze“ angelehnt, besitzt laut Band allerdings keine weitere tiefergehende Bedeutung.

Positive Entwicklung der lokalen Musikszene
Bislang absolvierte man in der aktuellen Besetzung erst zwei Auftritte. Das soll sich jetzt ändern. Für die Zukunft wolle man weiterhin neue Songs schreiben und diese vor allem auch professionell in einem Tonstudio aufnehmen, um dann weitere Konzerte spielen zu können.
Die Entwicklung der lokalen Musik- und Bandszene verfolgen die Musiker mit einem wachsamen Auge. „Das ist eine ganz große, positive Entwicklung. Es haben sich so viele neue Bands gegründet“, freut sich Bassist Sven Stephan. Er tritt übrigens auch als Mitorganisator des an diesem Wochenende in der Bueraner Kulturwerkstatt stattgefundenen „New Kind Of Rock“ Festivals in Erscheinung, bei dem PURPLE DAZE auch spielten. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

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Konzertbericht der Ausgabe: Erstes Konzert in Honerkamps Ballsaal - Bjørn Berge spielt die Besucher schwindelig

Einigen Besuchern war die neue Konzert-Lokalität im Grönegau noch nicht bekannt. Suchende Blicke vor dem Café Honerkamp; am Eingang zum Ballsaal hing noch der Kranz von Volker Königs silberner Hochzeitsfeier, mit welcher der Konzertveranstalter wenige Tage vor dem Auftritt von Bjørn Berge am vergangenen Mittwoch, seinen neuen Spielort in privatem Rahmen einweihte. Wer den Saal betrat, staunte nicht nur über die große und trotzdem angenehme Atmosphäre, sondern auch über den norwegischen Gitarrist, der ganz alleine mit seinen beiden Gitarren auf der Bühne saß und die Saiten in einem wahnsinnigen Tempo bearbeitete.

Wer einen traditionellen Bluesgitarristen erwartete, wurde von Bjørn Berge komplett überrascht. Obwohl man auch einige ruhige Songs von dem Musiker hören konnte, lag sein Schwerpunkt vor allem bei den schnellen und überschäumenden Liedern, die von einem sich fast überschlagenden Gitarrenspiel begleitet wurden. Das erinnerte vom Sound her an raue und erdige Einflüsse aus dem Delta-Blues, aber auch an die Energie und Intensität von Punkrock. Eine interessante Mischung. Seine rasanten Fingerpicking-Läufe und das über die Saiten gleitende Bottleneck-Röllchen ließen nicht nur so manchen im Saal anwesenden Gitarristen die Kinnlade herunterklappen. Aber auch das Entertainment beherrschte Bjørn Berge ganz zur Erheiterung der Anwesenden. „Wenn mich bislang nur zwei Leute unter den Anwesenden gesehen haben, dann kann ich ja meine alten Witze erzählen“, grinste Berge verschmitzt und stimmte „13 Question Method“ an; einen witzigen Chuck Berry Song, den er mit einem Solo anreichern wollte, „das zuvor noch kein menschliches Wesen gespielt hat.“

Zwei Zugaben
Das Publikum war schier begeistert, forderte gleich zwei Zugaben, ehe es Bjørn Berge den wohlverdienten Feierabend genießen ließ. Vorher zeigte der Norweger noch einmal alles, fragte das Publikum: „Are you ready for Rock´n´Roll?!“ Danach ging die Post ab und der Saal tobte. In einem wilden Rock-Medley tauchten von ihm in einer ganz eigenen Version gespielten Songs von den RED HOT CHILI PEPPERS, METALLICA oder BLACK SABBATH auf. Stehende Ovationen waren ihm sicher.

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