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Soundcheck - Melle - Blog

29 Oktober 2009

Rock, Punk & Blues im Grönegau

Donnerstag, 29.10.
Southside Johnny & The Asbury Jukes
Erneut das einzige Deutschland-Konzert im Rahmen seiner Europatournee, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

Freitag, 30.10.
Savoy Brown
Die Bluesrocker waren ab den Mid-Sixties eine der besten Gruppen der British Blues Invasion, doch hatten sie ihre größten Erfolge nach der Umsiedlung in die USA, Kulturwerkstatt, Buer (20.30 Uhr)

Samstag, 31.10.
Melle bei Nacht powered by Barre Pilsener
Kneipenfestival mit 30 Livebands für freien Eintritt in elf Lokalen, Innenstadt, Melle (21 Uhr)

Sonntag, 01.11.
AnamcorA
Außergewöhnliche Klangkombinationen in der unplugged-Version für Kirchen mit Musik für Orgel und Dudelsack, sowie Orgel und Didgeridoo, Martinikirche, Buer (20 Uhr)

Dienstag, 03.11.
Achim Reichel
Sein Soloprogramm „Mein Leben. Meine Musik.“, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

Mittwoch, 04.11.
Peter Green
Er gründete Fleetwood Mac und schrieb zahlreiche bekannte Hits, jetzt kommt er wieder auf Tour, Kulturwerkstatt, Buer (20.30 Uhr)

Donnerstag, 05.11.
Jean Claude Seferian
„Crème de la Crème“ des französischen Chansons, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

Freitag, 06.11.
The Magnets
+ Female Affairs
Tanzbarer und unterhaltsamer A-Capella Pop-Sound, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

Samstag, 07.11.
Der Familie Popolski
Eine der unglaublichsten Geschichten der Popmusik gelangt hier an das Licht der Öffentlichkeit. Der Familie Popolski schrieb in Wirklichkeit fast alle Hits, Honerkamps Ballsaal, Melle (20.30 Uhr)

Samstag, 07.11.
Two For You
Easy Listening mit Jazz, Pop und Soul, Kulturbahnhof B3, Borgholzhausen (20.30 Uhr)

Samstag, 07.11.
Steve Skaith
Bekannt als Sänger der Band Latin Quarter in der 80er Jahren, Kulturwerkstatt, Buer (20.30 Uhr)

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Konzertbericht der Ausgabe: Schabernack zwischen Genie und Wahnsinn - Interview mit The Incredible Mart

Er sprang kurzerhand als Ersatzmann für den verhinderten Ron Diva ein. The Incredible Mart bestritt vor wenigen Tagen einen unterhaltsamen Abend in der „Arche“ von Honerkamps Ballsaal und nutzte ihn als Generalprobe für das nächste Konzert am Samstag, den 31. Oktober, im Rahmen von „Melle bei Nacht powered by Barre Pilsener“ im Bistro Galerie.

Der 25-jährige Vollblutmusiker Martin Pieper ist in der Meller Musikerlandschaft schon seit vielen Jahren aktiv, unter anderem als Schlagzeuger bei den mittlerweile aufgelösten GATE CRASH, FOURPLY und aktuell bei der neugegründeten Band DORIAN. Solo legt er die Stöcke als The Incredible Mart aus der Hand und greift zur Gitarre. Sein Markenzeichen sind die frechen, frivolen deutschsprachigen Texte bekannter und unbekannter Coversongs. In der „Arche“ sang The Incredible Mart über die Biene Maja, einen alten Rottweiler, Dr Sommer oder die Saunafreunde Aufguss 09, sehr zur Freude des Publikums. Die Grönegau-Rundschau nutzte die Gelegenheit, Martin Pieper nach dem Konzert über The Incredible Mart zu befragen.


Spitzenklitsche auf der Glitschepritsche

Grönegau-Rundschau: Was ist so unglaublich am „Incredible Mart“?
Martin Pieper: Gute Frage, nächste Frage. Eigentlich wollte ich nur mal etwas machen, was sonst keiner macht. Also habe ich mich auf die Bühne gestellt und „Dr. Sommer“ rezitiert und das Publikum gezwungen, mit mir „wenn wir in unser Spitzenklitsche auf der Glitschepritsche schwitzen“ zu singen. Das war einfach neu und kam gut an.
Ich nutze die Berührungsangst des Zuhörers und spiele dann mit dem Publikum. Dabei nehme ich halt kein Blatt vor den Mund und dann steigere ich mich auch gern da rein. Unglaublicherweise weiß ich selber oft nicht, was während eines Konzerts alles passiert. Da ist dann Improvisation gefordert.

GR: Die Unglaublichen aus dem gleichnamigen Kinofilm sind Superhelden, welche Superkräfte besitzt du?

MP: Ich habe den Röntgenblick! Deshalb bin ich auf der Bühne auch immer so glücklich. Nein, im Ernst. Natürlich habe ich keine Superkräfte. Ganz im Gegenteil. Und da liegt wohl auch meine Stärke. Ich denke, dass eine hohe Spezialisierung dem Einzelnen wenig nützt. Und als Solokünstler muss man halt alles selber machen. Was hätte ich von einem virtuosen Gitarrenspiel, wenn ich nicht einen Ton treffen würde. Bedenke: Drei Räder sind noch lange kein Dreirad.

GR: Wie entdeckst du diese unglaublichen Lieder?

MP: Vieles ist ehrlich gesagt Zufall. Wer erwartet schon, dass Wolfgang Petry einen Song über Biene Majas Jugendsünden schreibt. Natürlich stößt man auch während der Recherche im Internet auf den ein oder anderen Song. Oftmals bekommt man auch Tipps von Kollegen. In der Summe ist mein Programm wohl ein Haufen lustiger Songs, die durch lustige Zufälle bei mir gelandet sind.

GR: Dein bislang unglaublichstes Konzert?

MP: Der Samstag war wirklich unglaublich, zumal ich 48 Stunden vorher selber nicht wusste, dass ich spiele. Aber jedes Konzert hat seine Geschichten. Ich bin mal beim Gig zum Anfeuern des Publikums auf das Schlagzeug gesprungen, hängen geblieben und voll ins Drumset geknallt. Als Drummer habe ich auch mal unter einem Kronleuchter mit echten Kerzen gespielt, welche dann 90 Minuten Wachs auf mich niedertropfen ließen. Bei über 80 Konzerten kommen da schon Stories zusammen.


GR: Unglaublich, aber wahr, der „Incredible Mart“ wird...

MP: ... seinen Schottenrock nie wieder „original“ tragen. Wenn schon freie Sicht, dann auch mit Vorsatz…

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Zurück von seinem Trip? Blues-Legende Peter Green kommt nach Buer

Für den Bueraner Kulturwerkstatt-Boss Gert Möller war es so, „als ob die Ärzte“ nach Melle kommen würden. Die relativ kurzfristige Verpflichtung des britischen Gitarristen Peter Green am Mittwoch, den 4. November bedeutet für ihn ein absolutes Highlight, schließlich hole man mit dem Musiker den Mitbegründer der legendären FLEETWOOD MAC in den Grönegau.
1946 als Peter Greenbaum im englischen Bethnal Green geboren, nutzte er 1966 die Chance als Gitarrist bei John Mayalls BLUESBREAKERS einzusteigen; als Ersatz für niemand geringeren als Eric Clapton. Der von Fans und Freunden auch „The Green God“ bezeichnete Musiker gründete bereits ein Jahr später FLEETWOOD MAC. Für diese komponierte er Hits wie „Oh Well“, „Albatross“ oder „Black Magic Woman“, welches besonders durch die Version von Carlos Santana Weltruhm erlangte. Doch der Erfolg überrollte Peter Green. Das Musikbusiness und vor allem der Umgang mit harten Drogen katapultierten ihn in den 70er Jahren schließlich aus der Szene. Green erklärte später selber: „I went on a trip, and never came back.“ („Ich machte einen Ausflug und kam nie mehr zurück.“)
Die folgenden Jahre, in denen er außerhalb des Radars der Öffentlichkeit lebte, sind widersprüchlich. Er selbst erklärte einmal, als Totengräber gearbeitet, einige Zeit in einem israelischen Kibbuz verbracht und in London als Penner gelebt zu haben.
Freunde drängten ihn später dazu, sich zwischen 1979 und 1984 erneut der Musik zu widmen und Soloalben zu veröffentlichen. Danach tauchte er wieder ab, kam 1996 als Gitarrist der SPLINTER GROUP wieder. Einer „ziemlich mäßigen Blues-Truppe“ wieder der Tagesspiegel urteilte.
Heutzutage spielt Peter Green zusammen mit Freunden. Das Set besteht aus einigen FLEETWOOD MAC, eigenen Hits sowie weiteren Blues-Klassikern. Die Kulturwerkstatt in Buer bildet den Auftakt seiner kleinen Deutschland-Tour. Weitere Stationen sind in Braunschweig, Hamburg und Konstanz zu finden. Manchmal muss man die Blues-Legenden suchen, um sie zu finden.

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SZENE-NEWS

Open Stage, die Zweite
Nach der Premiere gegen Ende des letzten Monats, gibt es am Mittwoch, den 28. Oktober in Honerkamps Ballsaal wieder eine „Open Stage“ für Musiker und Musikbegeisterte. Während erstere sich nach Herzenslust an den gestellten Instrumenten austoben können, dürfen sich letztere das Treiben für freien Eintritt anschauen und -hören. Los geht es ab 19 Uhr.

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